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Das Kraftwerk Augst und die Natur

Das Kraftwerk Augst kümmert sich intensiv um die Belange der Natur.
Beim Umbau der Schleuse wurde mit Umweltfachleuten ein Biotop von nationaler Bedeutung geschaffen. Auf der verlängerten Insel im oberen Schleusenvorhafen wurde eine Kiesbank und ein Weiher geschaffen, welche den Lebewesen und vor allem dem Flussregenpfeiffer als neue Heimat dienen.
Vor dem Bau der Kraftwerke am Rhein waren solche Kiesbänke immer wieder anzutreffen, vor allem bei niedriger Wasserführung. Bei Hochwasser wurden die Bänke überschwemmt und die Vegetation mitgerissen. dadurch bildeten sich immer wieder neue, nackte Kiesbänke als Brutstätten für den Flussregenpfeiffer und weitere Wasservögel.
Heute wird die Insel durch den konstanten Oberwasserspiegel nicht mehr überschwemmt, das Personal des Kraftwerkes und Mitglieder des Vogelschutzvereins Kaiseraugst jäten deshalb jährlich die Insel. So wird der ursprüngliche Zustand wieder hergestellt, diese Fronarbeit der freiwilligen Helfer wird aber nur mit einem beträchtlichen Aufwand möglich.

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Die Schwalben sind seit Jahrzehnten treue Gäste des Kraftwerkes. Pünktlich im Frühjahr treffen sie aus dem Süden bei uns ein und nehmen die Nistkästen an der Südfassade in Beschlag. Ihr Eintreffen wird seit jeher als untrügliches Zeichen für den nahen Sommer gewertet. Im Jahre 1999 wurden zusammen mit den Vogelschützern Nistkästen für die Mauersegler (Spieren) an die Fassade montiert.

 

Auch der Storch hat auf dem Dach des Maschinenhauses eine Heimat gefunden. Im Herbst 1998 installierten die Mitarbeiter des Kraftwerkes ein Storchennest, das im April 1999 erstmals von einem Storchenpaar akzeptiert wurde. Leider sind die ersten Nachkommen wegen der schlechten Witterung gestorben.

 

Seit dem Sommer 1999 werden im Einlauf der ehemaligen 10. Maschine Forellen gezüchtet. Der Einlauf wurde speziell für die Forellenzucht eingerichtet.
Seit dem Frühjahr 2002 werden mit der kantonalen Fischereibehörde verschiedene Fischarten und Flusskrebse gezüchtet, welche im Spätsommer jeweils in den Nebenflüssen des Rheins ausgesetzt werden.

 

Seit dem 21. September 2004 ist der neue bibergängige Fischpass in Betrieb. Zur Kontrolle der Leistungsfähigkeit werden die aufgestiegenen Fische mit der eingebauten Reuse gefangen. Die Reuse wird täglich um 08.00 Uhr geleert. Die Fische werden nach Art, Grösse und Anzahl erfasst. Die Ergebnisse übertreffen die Erwartungen, so sind im ersten Jahr mehr als 6 000 Fische aufgestiegen, es wurden mehr als 20 Arten festgestellt. Auch wenn die Fische wegen der niedrigen Wassertemperatur nicht mehr aktiv sind, werden rund um das ganze Jahr immer 1 000 Liter Wasser pro Sekunde (1m3/s) durch den Fischpass und die Lockwasserleitung geführt um eventuelle Fische anzulocken.